Im Rahmen der Veranstaltungen am 19.05.2015 (Bergische Universität Wuppertal), 11.06.2015 (Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium) und 16.06.2015 (Schulzentrum Süd) haben wir zahlreiche Fragen und Anregungen erhalten. Antworten hierzu finden Sie zusammengefasst unter den Rubriken.

Zum Nahverkehrsangebot in Wuppertal

Welche Kürzungen sind in welchem Umfang im Busverkehr in der Südstadt geplant?
Eine Ausdünnung würde mit Augenmaß vorgenommen, so dass die Mobilität der Bewohner in der Südstadt weiterhin sichergestellt ist. Ohne gewisse Kompensationsleistungen ist die Seilbahn jedoch nicht realisierbar. Die Erschließung aller Haltestellen in der Südstadt ist gewährleistet. Die Achsen Ravensberger Straße (613), Cronenberger Straße (635 bzw. 607), Max-Horkheimer-Straße/Am Freudenberg (603) und Augustastraße/ Jägerhofstraße (625) bleiben in jedem Fall erhalten. Das Taktangebot wird den Fahrgastpotentialen angepasst, Details sind noch nicht geplant.

Die Konsequenzen der Seilbahn für den Busfahrplan sind noch nicht abschließend untersucht. Bisher gibt es vorläufige Überlegungen, wie die WSW mit einem veränderten Fahrgastaufkommen auf den bisherigen Buslinien in Richtung Universität und Schulzentrum umgehen könnten. Die Planer gehen zunächst davon aus, vor allem auf Busse zur Verstärkung während der durch Studierende erzeugten Verkehrsspitzen verzichten zu können. Wenn Fahrgäste im Umfeld der Seilbahnstationen künftig ebenfalls die Seilbahn statt den Bus nutzen, kommt darüber hinaus ein reduzierter Takt infrage. Mit einer Anpassung des Taktes – etwa von 10 auf 15 Minuten bzw. 20 auf 30 Minuten – könnten Betriebskosten, Lärm, und Abgase reduziert werden.

Wie können die Linien des Busverkehrs so organisiert werden, dass die Bergstation/der Busbahnhof SZ Süd von vielen Linien angefahren wird, so dass der Seilbahn Fahrgäste zugeführt werden?
Eine Bündelung der Busverkehre an der Bergstation ist seitens WSW vorgesehen, so dass eine optimale Verknüpfung Seilbahn – Bus bereitgestellt wird.

Der VRR erhält pro Jahr 30 Mio. Mehreinnahmen durch Fahrpreiserhöhungen und Preisstufe A3 für Wuppertal. Werden die Fahrpreise in den nächsten Jahren deutlich steigen? / Wie gestaltet sich der Eintrittspreis für die Seilbahn? / Wird es durch die Seilbahn höhere Fahrpreise im VRR geben?
Für die einheitliche Tarifgestaltung im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sind die Betriebskosten der beteiligten Verkehrsunternehmen eine wichtige Eingangsgröße. Hier fließen beispielsweise steigende Preise für Energie oder Personal ein. Infrastrukturvorhaben wie der Bau einer Seilbahn sind nicht die Ursache möglicher Tarifsteigerungen. So hat sich auch der Ausbau der Schwebebahn mit neuem Gerüst und erheblich höherem Investitionsvolumen nicht auf die Fahrpreise ausgewirkt.

Was ist der Nutzen für die Anwohner zwischen den Stationen?
Einen konkreten verkehrlichen Nutzen hat die Seilbahn für die Anwohner zwischen den Stationen nicht direkt. Bewohnern des Quartiers Südstadt böte die Talstation der Seilbahn eine direkte fußläufige, barrierefreie Anbindung über die Bahngleise ins Stadtzentrum. Durch die Reduzierung der Busverkehrsleistung (möglicherweise auch Verlagerung vom PKW zur Seilbahn) sind die Anwohner zwischen den Stützen je nach Standort weniger Emissionen (Partikel, Stickoxide, Lärm, etc.) ausgesetzt.

Wo wird die Haltestelle Universität liegen?
Die Seilbahnstation an der Uni würde die Max-Horkheimer-Straße zwischen den Bushaltestellen Mensa und Im Ostersiepen überspannen, so dass eine fußläufige Verbindung zum Bibliotheksgebäude geschaffen würde.

Gäbe es die Alternative, nur bis zur Uni zu fahren? / Wie notwendig ist die Anbindung des Schulzentrums? Beispiel: Linie 603 wurde gekürzt bis zur Uni aufgrund niedriger Fahrgastzahlen.
Neben dieser Grundvariante, nur bis zum Hauptcampus zu fahren, sind auch weitere Varianten, z.B. die Anbindung des Campus Freudenberg, untersucht worden. Unter Abwägung der grundsätzlichen Dimensionierung, der Fahrgastpotentiale von den Südhöhen und der Einbindung in das Gesamtsystem mit dem Busverkehr hat sich die Variante Hauptbahnhof – Universität – Küllenhahn als Vorzugsvariante heraus kristallisiert.

Was genau versprechen sich Stadt und WSW von der Seilbahn, obwohl der Nutzen nicht erkennbar ist?
Der primäre Nutzen der Seilbahn ist die Schaffung einer verbesserten Uni-Anbindung, die Schaffung einer verbesserten Anbindung der Südhöhen sowie die Entlastung der Straßenverkehrsinfrastruktur.

Gibt es mehr positive oder negative Auswirkungen z.B. bei den Grundstückspreisen durch die Seilbahn?
Diese Fragstellung wurde im noch sehr frühen Stadium der Projektinitiative noch nicht ganzheitlich betrachtet. Die Untersuchung wäre Teil der sogenannten „Standardisierten Bewertung“. Im Rahmen dieser verpflichtenden Bewertung würden die betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen, gesellschaftlichen und umweltbezogenen Wirkungen der Seilbahn in Form einer Kosten-Nutzen-Analyse darstellt, so dass der effektive Nutzen (positiv oder negativ) der Seilbahn erkennbar wird. Unsere Einschätzung ist, dass die positiven Auswirkungen überwiegen (ansonsten wäre die Idee nicht weiterverfolgt worden).

Vorschlag alternative Trasse: Landgericht – Barmenia – Lichtscheid BEK (Baulandpotentiale in der Nähe der Trasse)
Es gibt zur Zeit keine konkreten Vorhaben neue Baulandpotentiale zu erschließen. Insofern bietet diese Trassenvariante kein ausreichendes Fahrgastpotential.

Potential Schüler vom Schulzentrum Süd ist nicht ausreichend!
Die Besucher des Schulzentrums Süd bilden nur einen Teil der Fahrgastpotentiale ab. Weitere Potentiale haben als Quelle oder Ziel ihrer Fahrt das direkte Umfeld der Station Küllenhahn (Anwohner, Arbeitnehmer, Besucher Schwimmleistungszentrum, Sambatrassen-Nutzer, usw.) oder sind Anwohner der Südhöhen, die schnell und staufrei in die Innenstadt fahren können. Ferner spricht die Seilbahn Touristen an.

Im Seniorenzentrum Christuskirche, Unterer Grifflenberg finden täglich Veranstaltungen statt und sonntags Gottesdienste. Insbesondere die Verbindung aus den Wohngebieten Holzer Straße und Unterer Grifflenberg muss sicher gestellt sein.
Eine Anbindung des Seniorenzentrum Christuskirche wäre, auch sonn- und feiertags, nach wie vor gegeben.

Gilt die Seilbahn als öffentliches Verkehrsmittel, obwohl sie nur drei Stationen hat?
Ja, Seilbahnen sind im Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen (ÖPNVG NRW) ausdrücklich als öffentliches Verkehrsmittel genannt.

Die „Infoveranstaltung“ ist mehr eine „Werbeveranstaltung“! Wo sind die Nachtteile des Projektes dargestellt?
Dass bei manchem Betrachter dieser Eindruck entsteht, ist der Tatsache geschuldet, dass eine Seilbahn sehr viele Vorteile hat. Gleichwohl wurden die Nachteile durchaus transparent und offen kommuniziert (Überfahren von Privatgrundstücken, Veränderungen im Busverkehr, etc.).

Wo ist der konkrete und realistische Bedarf?
In dem von der Seilbahn überspannten Areal fahren täglich einige hundert, teilweise sehr gut gefüllte Busse hoch und runter. Ein sowohl konkreter, als auch ein realistischer Bedarf ist somit vorhanden.

Mobilität der Zukunft

Könnten statt der Seilbahn alternative Mobilitätsangebote, z.B. Pedelecs oder innovative Carsharing-Modelle zur Lösung der Verkehrsprobleme beitragen?
Die WSW beobachten den Mobilitätsmarkt und sind offen für die Diskussion zukunftsfähiger Szenarien für die „Mobilität von morgen“. Es gilt, die Mobilitätsbedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen und verschiedene Verkehrsmittel optimal zu vernetzen. Eine Kooperation mit einem Carsharing-Unternehmen ist bereits vorhanden; eine weitere kommt möglicherweise hinzu. Auch ein Pedelec-Verleihsystem bieten WSW in Kooperation mit Fahrrad Dickten bereits an. Die Seilbahnkabinen bieten übrigens Platz für Fahrräder und passen daher gut zum dem Anspruch, verschiedene Verkehrsmittel miteinander zu kombinieren.

Jede Investition in die Verkehrsinfrastruktur der Zukunft braucht natürlich ein tragfähiges Finanzierungskonzept. Durch das ÖPNV-Gesetz ist eine finanzielle Förderung der Seilbahn durch das Land Nordrhein-Westfalen möglich. Daher wollen Stadt und WSW die Planung der Seilbahn weiter konkretisieren und damit die gesamtstädtische Mobilitätssituation verbessern.

Ist die Entwicklung von elektrobetriebenen Bussen vorteilhafter?
Was sind die Alternativen zur Seilbahn? WSW beobachtet seit Jahren die Entwicklung auf dem Markt der Elektromobilität, zwei Hybridbusse befinden sich bereits im Einsatz. Elektrobetriebene Busse bilden nur einen Teil der Vorteile einer Seilbahn ab (Minimierung der Geräusch- und Abgasemissionen), nicht jedoch die schnelle Direktverbindung zur Universität und den Südhöhen, sowie den hohen Attraktivitätsgewinn für die Stadt.

Wir brauchen nicht noch eine Attraktion!
Die Seilbahn soll in erster Linie ein leistungsfähiges, hocheffizientes Verkehrsmittel darstellen. Der touristische Mehrwert ist lediglich ein angenehmer Nebeneffekt.

Könnte man nach dem Bau noch neue Stationen hinzufügen?
Mit entsprechendem technischen und finanziellem Aufwand: Ja!

Wie ist die Anbindung an die Uni-Halle, wenn ggf. an dieser Stelle eine neue Mehrzweckhalle gebaut wird?
Die Entfernung der Uni-Halle zur Mittelstation beträgt ca. 450 Meter. Im Zuge eines Hallenneubaus wäre die Fußgängerführung zur Mittelstation zu betrachten. Derzeit plant der Bergische Handball Club (BHC) für Handballbundesligaspiele sowie Nutzung durch Anmietung Dritter einen Hallenneubau im Bereich Vohwinkel/Gräfrath.

Zielgruppen der Wuppertaler Seilbahn

Welche Annahmen gibt es für die künftige Nachfrage?
Es ist auf Basis der gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung in der Stadt davon auszugehen, dass die Nachfrage langfristig nicht sinken wird. Insofern stützen sich die Annahmen auf die heutigen Fahrgastzahlen. Diese werden u. a. durch automatische Fahrgastzählgeräte in den Bussen erhoben, die die Fahrgäste beim Ein- und Ausstieg zählen.
Das heutige Fahrgastpotential in den Bussen, die vom Hauptbahnhof zur Uni und oder nach Küllenhahn fahren, sowie Strukturdaten, wie die Entwicklung der Einwohner- und Studierendenzahlen, Vertriebsdaten etc. verschaffen uns ein gutes Bild über die Nachfrage und die perspektivischen Nachfragepotentiale.

Was macht die Seilbahn attraktiv für Touristen?
Die Koblenzer Seilbahn hat für die Tourismuswirtschaft einen hohen Stellenwert. Der Schwerpunkt in Wuppertal ist ein anderer: In erster Linie geht es darum, eine (topografisch) schwierige Verkehrssituation zu meistern. Ergänzend hierzu wird die Seilbahn zum Beispiel Familien und von der Technik begeisterte Tagesausflügler anzieht. Man schwebt hinab ins Tal mit Blick auf Wuppertal und rundet damit etwa einen Tag im Wuppertaler Zoo ab. Eine Seilbahn bietet Potenzial als außergewöhnlicher Imagefaktor für die Stadtentwicklung – so wie die Schwebebahn auch.

Zu welchen Stoßzeiten wird welche Zielgruppe angesprochen?
Die Spitzen des Berufs- und Ausbildungsverkehrs (Schüler/Studenten) liegen im Bereich Montag – Freitag, ca. 6.30 – 8.30 Uhr und ca. 13 – 18 Uhr. Die Nachfragespitzen im Freizeitverkehre liegen eher in den Zeiträumen Samstag und Sonntag ca. 10 – 18 Uhr.

Warum gibt es keine Seilbahn zum Campus Freudenberg?
Das vorhandene Fahrgästepotenzial auf diesem Abschnitt ist nicht groß genug um die Investitionen rechtfertigen zu können.
Inwiefern wird der Radverkehr mit einbezogen?
Die Kabinen sind so dimensioniert, dass neben der Mitnahme von z.B. Kinderwagen und Rollstühlen auch Fahrräder mitgenommen werden können. Da die Seilbahn in den VRR-Tarif integriert wäre, wäre die Fahrradmitnahme zu den gleichen Konditionen wie heute in Bus und Schwebebahn möglich.

Welche Auswirkungen haben die Semesterferien auf den Seilbahnbetrieb?
In den Semesterferien herrscht eine geringere Nachfrage, so dass die Seilbahn mit einer geringeren Frequenz gefahren werden könnte. Gleichwohl würde die Verbindung zwischen Hbf über Universität nach Küllenhahn nach wie vor benötigt und entsprechend auch in vorlesungsfreien Zeiträumen betrieben werden.

Verbesserte Kommunikation: Alternativtrasse für Anwohner im südlichen Teil diskutieren.
Im Rahmen der Vorstudie zur technischen Machbarkeit wurde bereits eine Vielzahl möglicher Trassenvarianten diskutiert. Unter Berücksichtigung der technischen Gegebenheiten für Seilbahnen stellt die vorgestellte die am besten geeignete Lösung dar.

Immobilienmarkt

Wie ist der Umgang mit dem Wertverlust von Immobilien der Betroffenen? / Werden Grundstücke enteignet? / Erhalten betroffene Eigentümer im Umfeld eine Entschädigung? / Wer zahlt die Wertminderung des Eigenheims/Grundstückes? / Wie hoch sind die Entschädigungszahlungen? / Müssen alle Eigentümer zum Eintrag der Dienstbarkeit im Grundbuch zustimmen? / Ist eine Anpassung der Gebäudeversicherungssummen erforderlich?
Stadt und WSW sind bewusst, dass Anlieger der Trasse, speziell Nachbarn der neu zu errichtenden Stützen, die Seilbahn potenziell kritisch sehen. Das Projekt stellt zweifelsohne eine Veränderung des Wohnumfelds dar, die nicht jedem gefallen wird. Diesem individuellen Nachteil stehen jedoch gesamtstädtische Vorteile gegenüber: eine optimierte öffentliche Verkehrsanbindung der Universität, weniger zäh fließender Verkehr auf den Straßen, weniger Lärm, weniger klimaschädliche Gase usw.

Mit Blick auf die Entwicklung der Immobilienwerte liegen keine Vergleichsdaten vor, da eine in das urbane Stadtgefüge integrierte Seilbahn in Deutschland ein Pilotprojekt ist. Bei vielen Infrastrukturmaßnahmen lassen sich sowohl steigende als auch sinkende Immobilienpreise beobachten. Einige Grundstücke werden attraktiver, weil sie besser angebunden sind, andere verlieren an Attraktivität, weil sich die Bewertung der Lagefaktoren verändert.

Alle weiteren, die Immobilie betreffenden fragen wie z.B. der Aspekt der Entschädigung ist Bestandteil des formalen Genehmigungsverfahrens. Im Planfeststellungsverfahren werden öffentliche und private Belange berücksichtigt und abgewogen. Die zuständige Behörde legt im Verfahren fest, ob und in welcher Höhe Entschädigungszahlungen durch den Vorhabenträger zu leisten sind.

Finanzierung

Wie hoch sind die Finanzierungsrisiken und wie gehen die WSW damit um?
Eine Seilbahn ist gemäß ÖPNV-Gesetz als Projekt des öffentlichen Nahverkehrs förderfähig. Bis zu 90% der grob veranschlagten Kosten von etwa 50 Mio. Euro könnte das Land Nordrhein-Westfalen übernehmen. Sollten sich die Höhe des städtischen Eigenanteils oder die Förderbedingungen auf Landesebene verändern, müssen die Pläne für die Seilbahn auf den Prüfstand. Über die Verwendung kommunaler Haushaltsmittel entscheidet zu gegebener Zeit der Rat der Stadt Wuppertal.

Gibt es Rückstellungen für Schadensausgleich?
In der Vorstudie wurden die Kosten der technischen Umsetzung des Seilbahn-Projektes hochgerechnet. In den geschätzten 50 Mio. Euro sind weder mögliche Gerichtskosten noch etwaige Entschädigungsforderungen von Unternehmen oder Privathaushalten enthalten. Da es in Deutschland noch keine Seilbahn über innerstädtischen Wohngebieten gibt, müssen die Eingriffe in Eigentumsrechte zunächst juristisch bewertet werden. Eine umfassende Betrachtung von Finanzierungsrisiken kann daher erst in einem fortgeschrittenen Planungsstadium erfolgen.

Kann eine Übersicht zur Zusammensetzung der Investitionssumme im Internet dargestellt werden?
Bauleistung, Material, Bodenbewegung (Erdarbeiten) etc. Die Studie mit den überschlägigen Investitionssummen findet sich hier zum Download (7,6Mb).

Wie ist die Wirtschaftlichkeit?
Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurden auf der Ausgabenseite die jährlichen Aufwendungen Betriebspersonal, Personal für Reinigung, Wartung und Instandhaltung betrachtet. Hinzu kommen die Energiekosten für den Seilbahnbetrieb sowie die Abschreibungen der Investition über 17 Jahre. Positiv in der Bilanz wirken sich Mehreinnahmen durch Fahrgastzugewinne aus sowie Einsparungen durch Anpassungen im Busnetz. In Summe ergibt sich eine Schwarze Null.

Wie werden Kostensteigerungen bei Großprojekten berücksichtigt?
Bei der derzeit vorliegenden Kostenschätzung von rund 50 Mio. Euro wurden bereits Kostensteigerungen berücksichtigt. Dabei ist zu beachten, dass es sich um eine Kostenschätzung im Rahmen einer Vorstudie, die von Seilbahnexperten erstellt wurde, handelt. Diese werden im weiteren Verlauf konkretisiert werden müssen.

Welche Folgekosten/Wartungskosten sind zu erwarten?
Auch die heute verkehrenden Busse müssen gewartet werden und verursachen Folgekosten. Seilbahnen sind hier im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln sehr wartungsarme Systeme. Gegenüber dem Busbetrieb ist daher eher mit geringeren Kosten zu rechnen.

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

Sind die die Kabinenbewegungen im Dauerbetrieb zumutbar? / Wie sind die Umwelt- und Gesundheitseffekte für Anlieger und Nutzer der Seilbahn?
Die Vorstudie behandelt zunächst nur die technische Umsetzung der Seilbahn. Im Rahmen des gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungsverfahrens erfolgt später eine so genannte Umwelt-verträglichkeitsprüfung. Bei der Erarbeitung eines Genehmigungsantrags müssen daher die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt umfassend erhoben, beschrieben und bewertet werden. Das ist aufwändig und braucht Zeit, weil das Planungsrecht hohe Anforderungen an Vorhabenträger stellt. Es ist geplant, die damit verbundenen Aufgaben umfassend anzugehen, wenn eine politisch-gesellschaftliche Grundsatzentscheidung gefallen ist.

Wie hoch ist die Geräuschbelastung?
Die wesentliche Lärmquelle bei einer modernen Dreiseilumlaufbahn ist der Antrieb. Bei der Seilbahn in Wuppertal befände sich der Antrieb auf Küllenhahn. Lärmimmissionen können hier durch bauliche Lösungen gering gehalten werden. Geräusche auf der Strecke entstehen lediglich beim Überfahren der Stützen. Hierbei entstehen Geräuschbelastungen von ca. 40 db(A). Zum Vergleich: Der Lärm einer normalen Verkehrsstraße erzeugt bis zu 80 db(A). Während der Fahrt in luftiger Höhe wird die Seilbahn in Bodennähe kaum zu hören sein. Konkrete Werte wurden im Rahmen der technischen Vorstudie nicht berechnet. Ein gesondertes Lärmgutachten wäre Bestandteil einer Umweltverträglichkeitsprüfung im weiteren Genehmigungsverfahren.

Gibt es Auswirkungen auf Sachgüter wie Satelliten-Empfänger und Solaranlagen?
Auswirkungen der Seilbahn auf Satelliten-Schüsseln und Photovoltaik-Module sind bisher nicht näher untersucht worden. WSW mobil sammelt derzeit solche Spezialfragen für die nächsten Planungsschritte.

Wie wird die Privatsphäre der Anlieger gewährleistet? /  Wie wird auf Lebensqualität Rücksicht genommen? / Inwieweit lassen sich die Kabinen so gestalten, dass ein Blick nach unten (in die Gärten und Grundstücke) nicht möglich ist?
In welchem Maße Fahrgästen die Möglichkeit einer Einsichtnahme von den Kabinen aus in Grundstücke unter der Seilbahntrasse gegeben ist, hängt von der Linienführung, der Höhe und dem Blickwinkel aus den Kabinen ab. Die Anlage in Wuppertal wäre durch eine in Teilen sehr hohe Seilführung gekennzeichnet (bis zu 70 m). Darüber hinaus ist die Sicht nach unten von der Bauweise der Kabinen abhängig. Hier gibt es viele Gestaltungsspielräume, um dem Bedürfnissen der Anwohner nach Privatsphäre Rechnung zu tragen.

Wie hoch sind die Unfallrisiken durch herabfallende Gegenstände? / Wie wird Müll, der aus den Kabinen geworfen wird, beseitigt?
In urbanen Bereichen werden Kabinen so konstruiert, dass Fenster und Türen während der Fahrt nicht selbstständig von den Fahrgästen geöffnet werden können. Somit sind Unfallrisiken durch herabfallende Gegenstände nicht gegeben.

Wie sind die Betriebszeiten der Seilbahn geplant?
Derzeit gehen die Planer davon aus, dass die Seilbahn von 6:00 bis 22:00 Uhr in Betrieb ist. Die Betriebszeiten und die Anzahl der Kabinen pro Stunde hängen von der Nachfrage ab. Es wird sichergestellt, dass die Betriebszeiten von Seilbahn, Schwebebahn und (Nacht-)Bus in Zusammenhang betrachtet werden.

Wie sind die Effekte für das Stadtbild? /  Ist die gezeigte Animation realistisch? / Passt die Seilbahn wirklich in die Landschaft?
Lohnt sich der Konflikt zwischen Landschaftsbild und Mobilität? Die Antwort auf diese Frage liegt natürlich im Auge des Betrachters. Wir sind der Meinung: Ja! Die Seilbahn macht die Landschaft und die Stadtsilhouette aus einem völlig neuen, interessanten Blickwinkel erlebbar. Die zweifelsohne hohen, markanten Stützen lassen sich bei modernen Seilbahnen architektonisch so hochwertig gestalten, dass sie durchaus eine gestalterische Bereicherung für das Stadtbildes darstellen können.

Eine Seilbahn wirkt sich auf das Stadtbild aus, das wird im Zuge der weiteren Planung noch näher zu untersuchen sein. Die erstellte Animation zur Seilbahn (Stand Mai 2015) veranschaulicht in erster Linie die Größenverhältnisse, die Höhe des Seils sowie die Wirkung im Stadtgefüge. Das Seil sowie die angenommenen Maße der Kabinen sind maßstabsgetreu umgesetzt.
Nicht dargestellt werden die genaue Bauweise von Stützen und Stationsgebäuden, denn dafür liegen noch keine konkreten Pläne vor. Ebenso wenig dargestellt sind die verschiedenen Szenarien von einem ca. Dreißig-Sekunden-Takt zu Stoßzeiten bis hin zu nur sporadisch fahrenden Kabinen am Tagesrand. Solche Effekte zu animieren hätte dem frühen Planungsstadium nicht angemessene Zusatzkosten ausgelöst.

Wie breit ist die Trasse?
Die WSW haben für die erste Betrachtung zunächst einen 50 m breiten Trassenkorridor zugrunde gelegt. Der von der Seilbahn nach dem Bau überfahrene Korridor wird jedoch nur ca. 13 – 15 m. breit sein.

Inwiefern besteht die Gefahr von Eisschlag durch Seile oder Kabinen?
An Seilbahnen in alpinen Gebieten tritt an den Seilen häufiger Raureifbildung auf. Dies ist jedoch völlig unkritisch. Nennenswerte Eisbildung an Seil oder Kabinen, von denen eine Gefährdung ausgeht, ist aufgrund der ständigen Bewegung des Systems, insbesondere aber aufgrund der deutlich milderen klimatischen Bedingungen in Wuppertal nicht anzunehmen. Dass sich an den Stützen unter bestimmten Witterungsbedingungen Schnee- oder Eislasten bilden, ist hingegen nicht gänzlich auszuschließen. Die Standorte der Stützen sind jedoch im Vorfeld soweit optimiert worden, dass diese nicht auf privatem Grund liegen. Eine generelle Gefährdung für Anwohner lässt sich hier nicht ableiten. Ein Betrieb im Winter wäre somit uneingeschränkt möglich. Anlagen in alpinen Bereichen sind schließlich nur unter Eis- und Schneebedingungen in Betrieb. Das Thema Eisschlag wäre sicherlich eines, welches im Rahmen eines durchzuführenden Planfeststellungsverfahrens noch einmal genauer betrachtet werden müsste.

Welche Auswirkungen sind mit dem Schattenwurf der Kabinen verbunden und wie wird damit umgegangen?
Diese Fragestellung wurde im Detail noch nicht berücksichtigt. Grundsätzlich gilt: Die Kabinen haben eine gewisse Dimension und können, wenn sie sich zwischen Gebäude und Sonne bewegen, einen Schatten werfen. Der Schattenwurf reduziert sich, je höher die Kabine fährt. Aufgrund des sich ändernden Laufes der Sonne im Jahresgang ist der Schattenwurf bezogen auf jedes Einzelhaus jeweils nur an wenigen Tagen sichtbar. Die Fragestellung nach den konkreten Auswirkungen würde im weiteren Genehmigungsverfahren genauer betrachtet werden.

Wie sind die Kabinen beleuchtet und welche Auswirkungen hat die Beleuchtung?
Die Beleuchtung der Kabinen ist zum jetzigen Stand der Planung noch nicht betrachtet worden. Aussagen zu Auswirkungen sind daher gegenwärtig nicht möglich. Aus technischer Sicht ist es jedoch sicherlich möglich, die Lichtimmissionen gering zu halten, ohne das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu beeinträchtigen.

Welche Auswirkungen gibt es auf die Flora und Fauna (Fledermäuse, Zaunkönige, Rotkehlchen, Molche etc. sind in der Nähe der Uni beheimatet)? / Wie wird mit diesen Auswirkungen umgegangen?
Die Auswirkungen auf Flora und Fauna waren nicht Gegenstand der Vorstudie. Hier ging es zunächst um die Betrachtung der technischen Machbarkeit. Aussagen zu den Auswirkungen auf den z.B. Zaunkönig- oder Molchbestand können daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht getroffen werden. Gesetzlich verpflichtend bei dem Vorhaben wäre die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), in der die Auswirkungen der Seilbahn auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft sowie Kultur- und Sachgüter betrachtet werden. Im Rahmen der UVP werden darüber hinaus Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und zum Ausgleich der ermittelten Auswirkungen ermittelt, die vom jeweiligen Vorhabenträger umzusetzen sind.

Wie viele Bäume werden gefällt?
Bäume müssen lediglich an den Stellen gerodet werden, an denen Stützenbauwerke errichtet werden. Die genaue Anzahl ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht ermittelt worden. Daher können auch keine Aussagen zu z.B. Art und Umfang möglicher Ausgleichsmaßnahmen getroffen werden (-> Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung).

Zeitlicher Rahmen

Seit wann ist die Seilbahn im Gespräch?
Pro Bahn e.V. sowie Stadt Wuppertal und WSW mobil gehören zu einem Personenkreis, den seit ungefähr 2012 die „Vision“ einer Seilbahn in Wuppertal umtreibt. Öffentlich bekannt und mit Medienresonanz diskutiert wurde das Seilbahn-Projekt durch die Initiative Wuppertal 2025 im Jahre 2013. Im Frühjahr 2014 wurde die Prüfung der Machbarkeit ernsthafter vorangetrieben und ein Gutachter mit Analysen und Planungsleistungen beauftragt.
Warum hat die Stadt Wuppertal neuen Immobilienkäufern in 2013 -2014 keine Info darüber gegeben?
Wie oben beschrieben handelte es sich bisher um die Vision einer Seilbahn, die erst im Laufe 2014 auf ihre grundsätzliche technische und wirtschaftliche Machbarkeit geprüft wurde. Ergebnisse lagen erst 2015 vor. Insofern war und ist bis heute nicht abzusehen, ob die Seilbahn realisiert wird. Dem gehen noch ein ausführlicher Meinungsbildungsprozess und umfangreiche Planungen voraus.

Wann kann die Seilbahn gebaut bzw. betrieben werden?
Die Planungsphasen, die politische Entscheidungsfindung und das gesetzliche Genehmigungsverfahren können mehrere Jahre dauern. Sollte der Rat der Stadt Wuppertal 2016 eine Grundsatzentscheidung fällen, ist die Seilbahn noch lange nicht gebaut. Die zu veranschlagende Zeit für die Entwurfsplanung, die Dauer der Genehmigungsverfahren und die Bauphase sind von vielen Faktoren abhängig. Bau und Inbetriebnahme der Seilbahn selbst benötigen, da weitgehend aus Fertigkomponenten bestehend, relativ wenig Zeit. Man kann davon ausgehen, dass ab Baubeginn die Seilbahn binnen 2 Jahren aufgebaut und in Betrieb genommen werden können.

Die Darstellung des weiteren Ablaufs vermittelt den Eindruck, als ob alles bereits in „trockenen Tüchern“ wäre.
Dem ist nicht so! Die dargestellte Zeitschiene stellt lediglich einen möglichen Ablauf dar. Zunächst müsste überhaupt erst die Entscheidung durch den Rat der Stadt Wuppertal getroffen werden, das Projekt weiterzuführen.

Sollte ein Bürgerentscheid angestrebt werden?
Ein Bürgerentscheid ist ein mögliches Verfahren zur Identifikation einer gesamtstädtischen Meinung. Die Federführung bei der Festlegung des Verfahrens liegt jedoch bei der Stadt Wuppertal und nicht bei den WSW. Gegenwärtig gibt es hier noch keine Festlegung und insofern kann die Frage zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.

Technik, Betrieb, Gestaltung und Umfeld

Nähere Informationen zur Technik der Seilbahn.
Die Studie mit den näheren Angaben zur Technik findet sich hier zum Download (Machbarkeitsstudie, 7,6 Mb).

Nähere Informationen zu Arbeitsplätzen (benötigte Ausbildung, Anzahl, Arbeitszeiten).
Die Studie mit den näheren Angaben zu den Arbeitsplätzen findet sich hier zum Download (Machbarkeitsstudie, 7,6 Mb).

Wird es Seilbahnersatzverkehr geben? (3 Wochen Stillstand zur Seilprüfung und Wartung)
Ersatzverkehre sind noch nicht im Detail geplant, wäre analog Schwebebahnausbau, d. h. in den Semesterferien und Schulferien mit erforderlichem Gelenkbusverkehr Hauptbahnhof – Universität – Küllenhahn.

3.500 Fahrgäste je Richtung in 60 Minuten = 200 Touren pro Stunde = 18-Sekunden-Takt.
Als „Takt“ wird die Zahl der Abfahrten in einem bestimmten Zeitraum in eine bestimmte Richtung bezeichnet. Auch wenn zur Spitzenstunde bis zu 200 Kabinen pro Stunde vorbeifahren, spricht man von nicht von einem „18-Sekunden-Takt“ sondern – in diesem Fall – von einem „36-Sekunden-Takt“.

Wie wird Rettung von Fahrgästen bei Gondelstillstand organisiert?
Die Studie mit den näheren Angaben zu Rettung von Fahrgästen findet sich hier zum Download (Machbarkeitsstudie, 7,6 Mb).

Die Bilder aus der Studentenstudie sind geschönt. Die Dimensionierung Bergstation ist falsch und die Gondeln sind zu niedrig.
Es handelt sich um ein studentisches Projekt. Die Studierenden sind an den aufgeführten Punkten wenig ins Detail gegangen, da andere Fragestellungen den Kern der Untersuchung bildeten. Ungenauigkeiten sind insofern keine wissentlichen Manipulationen sondern vielmehr der akademischen Freiheit der Studierenden geschuldet.

Wie wird die Sicherheit in den Gondeln gewährleistet? Stichwort: „Fahrt ohne Begleitung“
Die Gondeln lassen sich mit Videoüberwachung, Notrufeinrichtung und Sprechverbindung ausrüsten. Die Sicherheit ist damit genau so hoch wie in anderen Verkehrsmitteln, in denen die Fahrerkabine baulich vom Fahrgastraum abgetrennt ist (S-Bahn, Regional-Express, Stadtbahnen, etc.).

Wie groß soll der P&R-Parkplatz werden?
In der bisherigen Planung ist im Wesentlichen die technische und wirtschaftliche Machbarkeit untersucht worden. Planungen im weiteren Umfeld wie z.B. die Dimensionierung einer P+R-Anlage auf Küllenhahn werden im weiteren Planungsprozess in Abstimmung mit der Stadt Wuppertal erfolgen.

Wird der Verkehr am Hahnerberg zunehmen?
Der Hahnerberg ist bereits heute ein verkehrlich hochfrequentierter Bereich. In welchem Maße hier u. U. Veränderungen eintreten, müsste in einem gesonderten Verkehrsgutachten geklärt werden.

Wer ist der Hersteller (in China)?
Den Zuschlag würde jener Hersteller erhalten, der sich im Rahmen eines EU-weiten Ausschreibungsverfahrens als Auftragnehmer qualifiziert.

Wie soll die „Bergstation“ samt Parkplätzen aussehen?
Idealerweise überspannt die Station die nicht wenig befahrene Küllenhahner Straße (Erleichterung der Querung). Weitergehende gestalterische Überlegungen wurden noch nicht angestellt. Denkbar wäre hier ein städtebaulicher Wettbewerb.

Wenn die Seilbahn vollkommen barrierefrei ist, wie funktioniert der Ein-/Ausstieg bei einem 30“-Takt? /  Was ist mit Aufzügen in den Stationen?
Die Gondeln werden in den Stationen vom Zugseil heruntergenommen und bewegen sich dann auf einer Art Rollenband sehr langsam durch die Stationen, so dass mobilitätseingeschränkten Personen ein autonomer Zustieg möglich ist. Der Zugang zu den Stationen muss – und das ist Fördervoraussetzung – ebenfalls barrierefrei sein. Daher sind Aufzuganlagen zwingendes Erfordernis.

Wird FOC-Parkplatz in Küllenhahn geplant (vgl. WZ vom 16.06.2015)?
Bei der Begrifflichkeit „FOC-Parkplatz“ auf Küllenhahn handelt es sich nicht um einen redaktionellen Beitrag der WZ, sondern dies entstammt (vgl. Quellenangabe) der freien Interpretation der Seilbahngegner. Tatsache ist, dass eine P+R-Anlage an der Bergstation nicht ausdrücklich der Erreichbarkeit des möglichen FOCs dient.

Wie realistisch ist es, am Döppersberg-Fundbüro eine Seilbahn-Talstation zu bauen (Bautechnik, Bauablauf, Bahnbetrieb, Höhenunterschied Bahnhofsplatz-Seilbahn rund 20 m)?
Das Fundbüro würde abgebrochen. Im Rahmen der Erstellung der Vorstudie wurden bereits erste Gespräche mit der DB Netz GmbH hierzu geführt. Das grundsätzliche Verfahren mit der DB AG ist für Stadt und WSW mobil geübtes Verfahren, bei Brückensanierungen und beim Schwebebahnausbau waren Abstimmungen zu Bauablaufplanung, Einstellung Bahnbetrieb, usw. erforderlich. Der Höhenunterschied zwischen oberem Bahnhofsplatz und Seilbahnzugangsebene wird mit Treppen- und Aufzugsanlagen bewältigt.

Wird es Reise- und Fernbusse am Küllenhahn geben?
Reise- und Fernbusverkehr sind keine ÖPNV-Verkehrsmittel im eigentlichen Sinne. Sämtliche zusätzlichen infrastrukturellen Maßnahmen sind nicht zuwendungsfähig und müssten zusätzlich finanziert werden. Ob und in welcher Form Reise- und Fernbusse im Bereich der Bergstation Berücksichtigung finden ist Bestandteil der weiteren Planung.

Im gezeigten Längenschnitt befinden sich mehrere Höhenlinien. Was bedeuten diese?
Die Daten entstammen dem digitalen Geländemodell der Stadt Wuppertal. Darin enthalten sind die Bebauung, die Vegetation und die Geländeoberfläche (ohne Bebauung und Vegetation). Jeder Bestandteil bildet eine Linie.