FAQ

Aus den zahlreichen Gesprächen im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens und den verschiedenen Expertenanhörungen sind neue Fragen und Anregungen entstanden. Dazu finden Sie hier aktuelle Antworten unter den jeweiligen Rubriken. Den Stand der FAQ vor der Bürgerbeteiligung finden Sie unverändert am Ende der Seite.

Seilbahnpotential und Busnetz

Dimensionierung der Seilbahn und Nachfrage

  • die Seilbahn kann bis 3.500 Fahrgäste je Stunde und Richtung transportieren
  • die berechnete Auslastung der Seilbahn nach dem Verkehrsmodell:
    2.100 Fahrgäste in der Spitzenstunde (Auslastung 60%)
    1.000 Fahrgäste in den Spitzen-20-Minuten (Auslastung 86%)

Seilbahn und alternative Antriebe

  • Fahrzeuge mit alternativen Antrieben helfen nicht, das Kapazitätsproblem zu lösen
  • entsprechende Konzepte gibt es derzeit nur in Testbetrieben
  • Tests haben gezeigt die Topografie im Tal ist problematisch für Hybrid, Elektro etc.

Warum Anpassungen in Cronenberg obwohl keine Seilbahn?

  • das Angebotskonzept gilt für den Gesamtkorridor Hauptbahnhof – Südstadt – Cronenberg
  • das Angebot wird auf das leistungsfähige System Seilbahn ausgerichtet
  • auf nachfragestarken Achsen (z.B. Berghausen – Cronenberg Rathaus, Remscheid Zentrum – Kaisergarten) bleibt das Taktangebot im Berufs- und Schülerverkehr unverändert bzw. wird verstärkt; auf anderen Achsen (z.B. Solingen Zentrum – Cronenberg Rathaus) wird das Taktangebot der Nachfrage angepasst. Ebenso erfolgen Taktanpassungen entsprechend der Nachfrage in den Nebenverkehrszeiten.
  • das geplante Angebot wird durch das Verkehrsmodell bestätigt

Gute standardisierte Bewertung, warum können Anpassungen im Busnetz nicht moderater ausfallen?

  • standardisierte Bewertung ist eine rein volkswirtschaftliche Betrachtung
  • WSW ist als wirtschaftlich agierendes Unternehmen an einer mind. kostenneutralen Umsetzung gelegen
  • das Busangebot entspricht der Fahrgastnachfrage (Verkehrsmodell)

Reisezeiten

  • Betrachtung Reisezeiten WSW mobil mit neuem Busbahnhof (2024) mit Umsteigezeit von/zur Seilbahn drei Minuten.
  • Aus Verkehrsmodell und Nutzen-Kosten-Untersuchung mehr Fahrgäste mit günstigerer Reisezeit.

Fußwege Universität

  • Universität plant Ausrichtung auf Seilbahnstation
  • Direkter Übergang in Form einer barrierefreien Rampe von Station auf Uni-Ebene geplant

Nahverkehrsplan (NVP)

  • die Planungen der Seilbahn mit Betrachtung des Planungskorridors sind zunächst unabhängig vom NVP
  • im Rahmen des NVP erfolgt eine Analyse des Gesamtnetz mit/ohne Seilbahn (abhängig von Ratsbeschluss)

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Finanzierung/Wirtschaftlichkeit

Vorwurf: „Zum Bürgergutachten lagen nicht alle Zahlen vor“

  • durch frühzeitige Einbindung der Bürger waren Planungen noch nicht weit forgeschritten
  • Aufträge aus dem Bürgergutachten wurden aber mitgenommen und bearbeitet

Energieverbrauch

  • 2,2 GWh / Jahr → Ansatz für Kalkulation
  • Energieverbrauch Schwebebahn 5,3 GWh / Jahr (mit 2‘-Takt vsl. + ca. 30% -> vsl. ca. 6,9 GWh / Jahr) [reiner Fahrstrom]
  • Wert wurde anhand von realen Zählerdaten der Seilbahn Koblenz auf Wuppertal umgelegt
  • tatsächlicher Verbrauch erst im Realbetrieb messbar, daher 10% Risikoaufschlag in Kalkulation enthalten
  • Betrieb mit „grünem Strom“

Vorwurf: „Warum gibt es keine seriöse Baukostenaufstellung“

  • es gibt ein fundierte Vorstudie
  • nun liegt eine vertiefte Planung mit Risikozuschlägen (bewertet und bestätigt durch zwei Planungsbüros) vor
  • detaillierte Kosten können erst im Laufe der Fortführung der Entwurfsplanung ermittelt werden
  • ein stringentes Projekt- und Forderungsmanagement sowie die stetige Abstimmung mit dem Fördergeber minimieren das Risiko einer Kostenexplosion

Mehreinnahmen durch Seilbahn

  • die Potentialabschätzung durch den WSW-Vertrieb ist konservativ angelegt
  • die Mehreinnahmen ergeben sich im Wesentlichen aus Barverkäufen, z.T. Abo-Kunden, Stärkung Uni-Standort
  • Fahrgeldeinnahmen 2016: 77 Mio.€;  im Vergleich dazu wird mit 0,5 Mio.€ Mehreinnahmen aus Seilbahn gerechnet (ca. 0,6%)
  • insgesamt haben die WSW 76.000 Abo-Kunden (Prognose: ca. 0,2% Zuwachs durch Seilbahn)

Höhe der Planungskosten im weiteren Projektverlauf

  • 2017 bis 2019 – ca. 5,0 Mio. € – (Vorab-)Sicherung Fläche Talstation, detaillierte Entwurfsplanung, Vorbereitung Planfeststellungsverfahren
  • 2019 bis 2021 – ca. 2,2 Mio. € – Begleitung Planfeststellungsverfahren, Ausführungsplanung, rechtliche Begleitung, …
  • 2021 bis 2024 – ca. 3,9 Mio. € – Architekturwettbewerb, Bau, rechtliche Begleitung, …

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Verschiedenes

Stillstandzeiten

  • Geplante Stillstandzeiten außerhalb der Betriebszeiten (06 bis 22 h).
  • Ungeplante Stillstandzeiten (Gewitter, Stromausfall) analog Schwebebahn: Dispositiver Einsatz Busersatzverkehr.

Seilbahn bis Cronenberg

  • mögliche Flächen für einen Stationsstandort sind wenig geeignet (Gelände Kriegermal, hinter ehemaligem Akzenta/Aldi, nördlich des ehemaligen Bahnhofsgebäudes)
  • die Potentiale für eine Direktverbindung sind aber auch zu gering
  • dadurch ist eine Finanzierung nicht zu verantworten

Mobilitätseingeschränkte / Umsteigezwang für Gehbehinderte

  • Direktverbindungen weiterhin über Linien 615, 625 jeweils 2x die Stunde möglich
  • das System Seilbahn ist zu 100 Prozent barrierefrei:  Aufzugsanlagen, Rampen und ebenerdiger Ein- / Ausstieg bei geringer Kabinengeschwindigkeit
  • Mitfahrt Fahrrad, Rollstuhl, Kinderwagen, usw. selbstverständlich möglich

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Entschädigungen

Im Planfeststellungsverfahren, dass durch die Bezirksregierung Düsseldorf durchgeführt wird, kommt es zur Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen u. A. mit Festsetzung von Entschädigungen.

Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens besteht die Möglichkeit – bei der Anhörungsbehörde oder der Gemeinde – Einwendungen gegen den Bau der Seilbahn zu erheben. Die erhobenen Einwendungen werden mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden, den Betroffenen sowie denjenigen, die Einwendungen erhoben oder Stellungnahmen abgegeben haben, erörtert.

Im Rahmen dieser Erörterung wird entweder eine Einigung zwischen den Parteien erzielt oder die Planfeststellungsbehörde legt im Anschluss entsprechende Kompensationen im Planfeststellungsbeschluss fest.

→ Planfeststellungsbeschluss erfolgt.

Gegen den Inhalt des Planfeststellungsbeschlusses kann Klage eingelegt werden.

 

FAQ Stand 2015

Bereits vor dem Bürgerbeteiligungsverfahren gab es zahlreiche Gespräche und Veranstaltungen. Die Antworten zu den Anregungen und Fragen innerhalb dieser Veranstaltungen finden Sie hier

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